Das magische Kabel
Ich nenne es das magische Kabel, weil es dieses Kabel so nicht (mehr) im Handel gibt. Es verbindet den Router mit deinem Wohnwagen. Aus drei Standardteilen, ohne Löten, in etwa 15 Minuten. Wer noch sein altes HobbyConnect-Kabel hat, der ist schon fertig.
Der Stecker, der ins Lichtsteuergerät geht, ist ein STOCKO-Spezialteil (ECO-TRONIC MF 7238), eine Schneidklemme: ohne Löten, aber auch nicht mit einer normalen Zange zu machen. Deshalb bauen wir ihn nicht selbst, sondern kaufen ihn fertig konfektioniert: der Hobby-Kabelsatz bringt genau diesen Stecker schon mit Kabel mit. Wir verbinden also nur noch fertige Adern.
Dann hast du das Kabel schon. Trenne die HobbyConnect-Box ab und steck ihren USB-A-Stecker einfach in den GL.iNet-Router. Fertig, nichts zu bauen, die Box darf in Rente gehen.
Camping-Papa-Wissen
Warum die ganze Wissenschaft um die richtige Klemme? Die ganze Technik steckt im verdammten Kleiderschrank. Da stopfen die Kids ihre Jacken rein und reißen sie brutal wieder raus, mitten neben deiner Verkabelung. Und weil da unten auch die Heizung sitzt, trocknet die bessere Hälfte hier gern noch die Handtücher, alles schön klamm. Zug, Gerüttel, Feuchtigkeit: genau deshalb willst du hier keine halbe Sache, sondern eine saubere, zugentlastete Verbindung. Kurz: du brauchst Perfektion.
Am Hobby-Kabelsatz das kurze Ende mit dem 3-poligen Stecker behalten und die drei Adern des WLAN-Steckers freilegen. Am ATEN-Kabel den großen Stecker (DB9) abschneiden und die Adern freilegen. Vom ATEN brauchen wir nur drei: RXD, TXD und Masse (GND).
Von jeder dieser sechs Adern (drei je Seite) dann rund 11 mm Isolierung abziehen. So viel blankes Kupfer braucht die WAGO für sicheren Kontakt, die passende Länge ist als kleine Lehre seitlich auf die Klemme gedruckt. Feine Litze vorher kurz verdrillen, dann steht kein Drähtchen ab.
Drei Verbindungen, jede für sich: immer die zwei zusammengehörenden Adern in eine Klemme, Hebel auf, beide rein, Hebel zu. Warum drei Klemmen? Eine WAGO 221-412 verbindet ihre beiden Löcher miteinander, sie macht aus zwei Adern eine. Jede der drei Verbindungen braucht also ihre eigene Klemme, steckst du alle Adern in eine, liegen sie kurzgeschlossen zusammen. Wichtig: Senden und Empfangen werden gekreuzt.
| Stocko-Stecker | kommt an ATEN |
|---|---|
| mittlere Ader (TX) | RXD |
| eine äußere Ader (RX) | TXD |
| die andere äußere (Masse) | GND (Masse) |
Welche ATEN-Ader RXD/TXD/GND ist, steht am Adapter oder misst du kurz mit einem Durchgangsprüfer. Und keine Sorge: verwechselst du RX und TX, verbindet sich einfach nichts, dann tauschst du die zwei Klemmen. Kaputtgehen kann dabei nichts. Zum Schluss die drei WAGOs mit Schrumpfschlauch zu einem Klotz bündeln und den Schlauch ruhig ein Stück über die Kabelmäntel ziehen: dann bammelt nichts lose und du hast gleich eine Zugentlastung. Die ist Gold wert, denn zieht später mal jemand am Kabel, hält der Mantel die Last statt des Kontakts, so hast du auch in einem Jahr keinen rätselhaften Wackler drin. Das ist übrigens der Charme der Hebelklemme gegenüber der Schraube: nichts lässt sich „zur Sicherheit ganz fest" anknallen und dabei die feine Litze halb durchquetschen. Hebel zu, sitzt mit dem richtigen Druck, fertig.
// TODO Johannes: Fotos machen
USB-Ende in den Router, Stocko-Stecker in den WLAN-Slot des Lichtsteuergeräts, wohnfunke starten. Verbindet es sich und liest die Werte, sitzt alles richtig. Tut sich nichts, sind meist nur RX und TX vertauscht: die beiden Klemmen tauschen, fertig.
Nur den WLAN-Slot verwenden (das sind die Daten). Den benachbarten Funk-Slot (12 Volt) niemals auf die serielle Seite legen.
Der Stecker sitzt auf blanken Kontakten. Einmal stecken, stecken lassen, häufiges Ab- und Aufstecken nutzt die Kontakte ab.